Über mich

Bestatterin in 3. Generation

In meiner Familie hat das Bestatter-Handwerk eine lange Tradition. Schon mein Großvater und mein Vater haben Verstorbene auf ihre letzten Reisen begleitet. Genau wie sie, bin ich auch Bestattermeisterin und Bau-Tischlerin. Früher wurden alle Särge selbst gebaut. In meiner Werkstatt in Elsdorf-Westermühlen habe ich schon als Kind gespielt und meinem Opa zugeschaut, der das Haus 1908 gebaut hat. Das Drechseln von Urnen ist bis heute für mich beruhigend und erdend. Als Kind steht man dem Tod noch unbefangener gegenüber. Ich bin damit aufgewachsen und so war es für mich auch nicht ungewöhnlich, diese Berufe zu ergreifen. Aber Frauen sind in unserer Branche nach wie vor in der Unterzahl. Berührt hat es mich schon als junge Frau, wenn wir mit allen Hingabe und Würde diesen Abschieds-Dienst erweisen. Der Umgang mit den Toten schien mir früher Selbstverständlicher zu sein. Sie wurden aufgebahrt. Oft im eigenen Heim. Es gab eine Totenwache und man verabschiedete sich auf diese Weise ganz in Ruhe. Diese Form der Würdigung lasse ich in Teilen in meine Arbeit einfließen. Neben der Werkstatt ist heute in einem großzügigen Anbau eine große Trauerhalle entstanden, in der auch größere Gruppen Abschied feiern können. Mein Opa und Vater haben überwiegend die Dorfbewohner und Menschen aus den Nachbardörfern beerdigt. Das hat sich bei mir verändert. Ich bestatte Menschen aus ganz Deutschland und begleite sie auch als Trauerrednerin oder Coach in der Zeit danach.

"Und meine Seele spannte weit meine Flügel aus, flog durch die stillen Lande, als flöge sie nach Haus."

Joseph von Eichendorff

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